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Weihnachten in Europa: Traditionen, die es wert sind, übernommen zu werden

Christmas Around Europe: Traditions Worth Bringing Into Your Home

Weihnachten in Europa: Traditionen, die es wert sind, übernommen zu werden

Weihnachten sieht von einem europäischen Land zum nächsten unterschiedlich aus — und einige der kleineren, weniger bekannten Bräuche lohnen sich, unabhängig davon, wo man lebt. Die meisten von uns wachsen mit einer bestimmten Version des Festes auf und nehmen an, sie sei mehr oder weniger universell, bis eine Reise, eine Freundschaft oder eine familiäre Verbindung zu einem anderen Land offenbart, wie viele unterschiedliche Arten es gibt, dieselbe Jahreszeit zu feiern.

Weinrote Samt-Sterngirlande als Weihnachtsdeko

Polen: Der Opłatek wird geteilt

Vor dem Weihnachtsabendessen reichen polnische Familien eine dünne Oblate herum und brechen ein Stück voneinander ab, während sie sich Wünsche für das kommende Jahr aussprechen. Es dauert nur zwei Minuten und macht aus dem Beginn des Essens ein kleines, aufrichtiges Ritual statt einfach nur «sich zum Essen hinzusetzen». Die Oblate selbst, verziert mit einfachen Krippenmotiven, wird oft schon Wochen im Voraus in einer Kirche oder einem lokalen Laden gekauft, und der Moment des Teilens gilt für viele polnische Familien als einer der wichtigsten Momente des gesamten Fests.

Skandinavien: Kerzenschein statt grellem Licht

In ganz Skandinavien setzt Weihnachten eher auf Kerzenschein als auf blinkende Dekoration — eine Adventskerze, die jeden Sonntag eine nach der anderen angezündet wird, warm und gedämpft, gestaltet um die dunkelsten Wochen des Jahres herum, statt gegen sie anzukämpfen. Angesichts dessen, wie wenig Tageslicht große Teile der Region im Dezember bekommen, wirkt diese Herangehensweise an Beleuchtung weniger wie eine stilistische Wahl als vielmehr wie eine wirklich sinnvolle Antwort auf die Jahreszeit — eine, die viele Haushalte außerhalb Skandinaviens inzwischen übernehmen, einfach weil sie ruhiger wirkt als ein Haus voller blinkender Lichterketten.

Deutschland und Österreich: Die wahren Ursprünge des Adventskalenders

Der schokoladengefüllte Adventskalender, den die meisten Haushalte heute kennen, geht tatsächlich auf eine viel ältere deutsche protestantische Tradition zurück, die Tage des Advents mit Kreidestrichen oder kleinen Bildern zu markieren, und wurde erst Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts zu einem gedruckten, kommerziell hergestellten Artikel. Viele deutsche und österreichische Familien bevorzugen bis heute eine handgemachtere Version — kleine eingepackte Pakete, die an einer Schnur hängen, oder einen Holzkalender, der jedes Jahr mit neuen kleinen Dingen befüllt wird — gegenüber der wegwerfbaren Schokoladenversion, auf die die meisten anderen Länder inzwischen zurückgreifen.

Altrosa Samt-Sternanhänger als gemütliche Weihnachtsdeko

Südeuropa: Ein längeres, späteres Fest

In weiten Teilen Spaniens und Italiens endet das Fest nicht am 25. — das Schenken findet in manchen Regionen traditionell stattdessen am sechsten Januar statt, verknüpft mit dem Besuch der Heiligen Drei Könige statt mit dem eigentlichen Weihnachtstag. Das bedeutet, dass sich die Feiertagssaison in diesen Ländern oft über fast zwei volle Wochen der Feierlichkeiten erstreckt, statt alles auf einen einzigen Tag zu konzentrieren, wie es viele nordeuropäische und nordamerikanische Traditionen tun.

Ein kleines Ritual, das man dieses Jahr beginnen kann

Man braucht keine vollständige kulturelle Tradition, um sich ihren Geist zu leihen: Wählt ein einziges, einfaches Ritual — eine geteilte Oblate, eine Kerze, die jede Woche angezündet wird, ein handgemachtes Ornament, das nach und nach hinzugefügt wird — und wiederholt es jedes Jahr, bis es zu eurem eigenen wird. Der genaue Ursprung zählt weniger als die Wiederholung; Traditionen sind letztlich nichts anderes als Rituale, die eine Familie beschlossen hat, absichtlich immer wieder zu vollziehen, Jahr für Jahr.

Weinroter Samt-Sternanhänger als Weihnachtsschmuck

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich eine bestimmte kulturelle Verbindung, um eine dieser Traditionen zu übernehmen?
Ganz und gar nicht — viele Familien übernehmen gerne Bräuche aus anderen Kulturen, einfach weil ihnen ein bestimmtes Ritual gefällt.

Was ist eine einfache Tradition, mit der man bei kleinen Kindern beginnen kann?
Eine wöchentliche Adventskerze oder ein einfaches handgemachtes Ornament, das nach und nach hinzugefügt wird, funktioniert meist gut auch bei sehr kleinen Kindern, da es visuell ist und sich vorhersehbar wiederholt.

Warum feiern manche Länder das Schenken am 6. Januar statt am 25. Dezember?
Das hängt mit dem christlichen Fest Epiphanias zusammen, das den Besuch der Heiligen Drei Könige beim Jesuskind markiert, der in diesen Traditionen als der eigentliche Tag des Schenkens gilt.

Zusammenfassung

Die einprägsamsten Weihnachtstraditionen sind selten die größten — oft ist es ein kleines, wiederholtes Ritual, entlehnt von irgendwo auf der Welt, das einer Familie im Laufe der Jahre am meisten bedeutet.

Festliche Akzente hinzufügen: Weihnachtskollektion.

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